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Der Runde Tisch

Erfahren Sie mehr über den Runden Tisch, seine Ziele und Mitglieder.

Eco Design von Verpackungen

Vom Produktschutz bis zur Recyclingfähigkeit – erfahren Sie, auf welche Aspekte es bei der umweltfreundlichen Gestaltung von Verpackungen ankommt.

Leitfaden und Toolbox

Sie wollen eine umweltfreundliche Kunststoffverpackung gestalten? Der Leitfaden und die Toolsammlung des Runden Tisches Eco Design helfen Ihnen dabei.

Der Runde Tisch

Der Runde Tisch „Eco Design von Kunststoffverpackungen“ (kurz: Runder Tisch) ist eine Initiative von Experten aus Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Kunststoffverpackungen (Verpackungshersteller, Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie, Einzelhandel und Kunststoffrecycling) sowie Organisationen der Wissenschaft und des Verbraucherschutzes. Ziel des Runden Tisches ist die Förderung des Eco Designs von Kunststoffverpackungen, vorrangig durch die Erarbeitung eines Leitfadens und Empfehlungen für die Akteure der Wertschöpfungskette.

Der Runde Tisch wurde 2014 von der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. ins Leben gerufen. Die Zusammenarbeit der Experten folgt festlegten Grundsätzen, basierend auf den Prinzipien von Konsens und Vertraulichkeit. Die Moderation erfolgt durch das Büro team ewen aus Darmstadt.

Durch das Öko-Institut e.V. ließ der Runde Tisch bereits vorhandene Methoden und Hilfsmittel des Eco Design im Verpackungssektor evaluieren. Zudem wurden Experteninterviews bei industriellen Anwendern, Forschung und Stakeholdern geführt, um einen Überblick über die optimale Vorgehensweise beim Eco Design zu gewinnen.

„Studie: Methoden und Hilfsmittel des Eco Designs von Kunststoffverpackungen“ (PDF – 699,75 kB)

Experten aus den folgenden Organisationen gehören dem Runden Tisch an:

  • Gastgebender Verband
    Dr. Jürgen Bruder, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
    Dr. Isabell Schmidt, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V.
  • Verpackungshersteller:
    Johannes Wedi, Bischof + Klein GmbH & Co. KG
    Michael Schmitz, Jokey group
  • Markenhersteller:
    Dr. Thorsten Leopold, Henkel AG & Co. KGaA
    Dr. Jochen Hertlein, Nestlé Deutschland AG
  • Handel:
    Dr. Günther Kabbe, REWE Zentral AG
    Rainer Würz, tegut … gute Lebensmittel GmbH & Co. KG
  • Kunststoff-Recycling / Duale Systeme
    Dr. Michael Scriba, mtm plastics GmbH
    Dr. Michael Heyde, Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH
  • Wissenschaftliche Organisationen:
    Prof. Dr. Horst Langowski, Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
    Dirk Jepsen, Ökopol Institut für Ökologie und Politik
  • Verbraucherschutz:
    Philip Heldt, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)

Eco Design von Verpackungen

Warum der Produktschutz das A und O des Eco Designs von Verpackungen darstellt.

Eine der wichtigsten Funktionen von Verpackungen ist, dass Produkte unbeschadet zum Verbraucher gelangen. Das ist auch wichtig für die Umwelt. Denn wird die Ware beschädigt, dann wurden die Rohstoffe und Energien, die für ihre Produktion benötigt wurden, umsonst aufgewendet. Und die sind in der Regel viel größer als die, die für die Verpackung benötigt werden. Bei Lebensmitteln zum Beispiel entfallen im Durchschnitt 5 bis 10 Prozent des ökologischen Fußabdrucks auf die Verpackung, über 90 Prozent auf die Herstellung, den Transport, die Lagerung und die Zubereitung des Lebensmittels.

Zu gering verpackte Ware wirkt sich daher ebenso auf die Umwelt aus wie zu stark verpackte Ware. Die Goldene Regel lautet daher: Mit möglichst wenig Verpackung eine möglichst hohe Schutzwirkung zu erzielen!

Quelle: ECR Europe, EUROPEN 2009

Der Produktschutz ist umso wichtiger, je empfindlicher die Ware ist und je aufwendiger ihre Produktion und ihr Transport waren. Während die Kartoffeln aus regionaler Herkunft sicher mit einem Minimum an Verpackung auskommen, lohnt sich beim argentinischen Hüftsteak eine stärkere Verpackung, wenn dadurch Produktschäden vermieden werden können. Erst recht gilt das für sehr aufwendig hergestellte Waren, wie zum Beispiel Smartphones und andere Elektro- und Elektronikgeräte.

Links

Worauf es beim Eco Design von Verpackungen sonst noch ankommt

Erst wenn alle gesetzlichen Anforderungen, etwa für Lebensmittelkontaktmaterialen, bedacht, die Verbrauchersicherheit gewährleistet und die grundlegenden Anforderungen an die Verpackung, zum Beispiel hinsichtlich des benötigten Produktschutzes und der Vertriebsform, geklärt sind, kann mit dem eigentlichen Eco Design der Verpackung begonnen werden. Zum Eco Design-Prozess zählen dabei nicht nur die sichtbaren Eigenschaften der Verpackung selbst – auch auf das System der Warenlogistik und der Abfallentsorgung kann Einfluss genommen werden. Das hat häufig sogar einen größeren Umwelteffekt als das Design der Verpackung als solches.

Wesentliche Aspekte des Eco Designs von Kunststoffverpackungen sind:

auf der System-Ebene
  • Mehrweg-Systeme (Pool / individual)
  • (Pfandgestützte) Rücknahmesysteme
  • Verbesserte Sortierungs- und Verwertungssysteme
  • Ressourceneffiziente Warenlogistik (z.B. Vermeidung von Transporten und Kühlung)
  • Abfallvermeidung entlang der Lieferkette (Ware und Verpackung)
  • Anti-Littering
auf der Verpackungs-Ebene
  • Produktschutz (z.B. Shelflife)
  • Schadstoffminimierung
  • Restentleerbarkeit
  • Bedarfsgerechte Packungsgröße
  • Optimierung Gewicht und Volumen
  • Einsatz Rezyklate
  • Einsatz biobasierter Kunststoffe
  • Erfassbarkeit, Sortierbarkeit und Recyclingfähigkeit
  • Anti-Littering (Mindful product design)

Leitprinzipien des Eco Designs von Verpackungen

Integrierte Betrachtung - Da die Verpackung Einfluss auf die Haltbarkeit und Logistik der verpackten Ware nimmt, steht nicht die Verpackung allein im Blickpunkt des Eco Designs, sondern die Einheit von verpackter Ware und ihrer Verpackung. Auch die Um- und Transportverpackungen sind hierbei zu berücksichtigen.

Lebenswegbetrachtung - Das Eco Design von Verpackungen zielt darauf ab, die Umweltbelastungen durch die Ware und deren Verpackung über den gesamten Lebensweg zu minimieren. Dazu zählen die Produktion von Ware und Verpackung, der Vertrieb und Konsum der verpackten Ware und schließlich der Sammlung und Verwertung der gebrauchten Verpackung.

Zielkonflikte vorprogrammiert – Bei der Vielzahl an Aspekten, die das Eco Design einer Verpackung bestimmen, gibt es in der Regel keine Verpackungslösung, die in allen Aspekten optimal ist. So muss unter Umständen zwischen einer besonders materialsparenden Verpackungslösung und einer besonders recyclingfreundlichen Alternative abgewogen werden. Zielkonflikte zwischen verschiedenen umweltrelevanten Eigenschaften und die Suche nach Kompromissen sind daher an der Tagesordnung. Oft lässt sich nur anhand einer Ökobilanz objektiv bewerten, welche Alternative über den gesamten Lebensweg betrachtet die vorteilhaftere ist. Natürlich kann es auch auf anderer Ebene zu Zielkonflikten kommen, etwa mit ökonomischen Zielen oder Verbraucher relevanten Funktionen. Wenn sich Zielkonflikte auch nicht eindeutig lösen lassen, so kann das Eco Design doch helfen, die Konflikte und Entscheidungen transparent zu machen.

Von schrittweisen Verbesserungen bis zum großen Wurf - Eco Design reicht von schrittweisen Produktverbesserungen wie zum Beispiel der Einsparung von Verpackungsmaterial bis hin zu systemischen, prozesshaften Innovationen. Letzteres können beispielsweise eine durch die optimierte Warenlogistik oder die Abfallsammlung betreffen. Das Verpackungs-Eco Design ist daher Teil eines ganzheitlichen Entscheidungsprozesses über die Entwicklung und Vermarktung eines verpackten Produkts.

Leitlinien und Toolbox für das Ökodesign von Kunststoffverpackungen

Die Mitglieder des Runden Tisches haben beschlossen, praktische Hilfestellungen für das Eco Design von Kunststoffverpackungen für Entscheidungsträger und Verpackungsentwickler anzubieten.

Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Leitlinien für das Ökodesign von Kunststoffverpackungen mit den folgenden Schlüsselelementen:

  • Website
  • Kompakt formulierte „Kern“-Leitlinien für Entscheidungsträger
  • Toolbox mit internen und externen Links zu praktischen Orientierungshilfen wie Checklisten, Tools für recyclingfreundliches Design, Wissensdatenbanken und Beispielen für optimale Verfahren, „beste Praxis“,

Besondere Schwerpunkte:

  • Festlegung einer Agenda für die Frühphase der Produktentwicklung (Phase der Ideenfindung)
  • Umfassende, praktisch anwendbare Toolbox für die Entwicklung von Verpackungen
  • Orientierungshilfen für den Umgang mit widerstreitenden Zielsetzungen

Hauptzielgruppen:

  • Top Management in der Verpackungs-, Lebensmittel- und Gebrauchsgüterindustrie sowie im Einzelhandel
  • Produktmanager, Marketingleiter und andere Entscheidungsträger in der Phase der Ideenfindung
  • Entwickler und Designer für Verpackungen
  • Marketing- und Fachberatungsagenturen

Fragen zu Eco Design von Kunststoffverpackungen?
info@ecodesign-packaging.org

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